Vom
22. bis 25. Oktober findet in Merida, Spanien der 14. Internationale Kongress
der Jakobinischen Vereinigungen satt. Das Motto: "HOMO VIATOR SANTIAGO UND
DER URSPRUNG DER PILGERFAHRTEN IN HISPANIEN STATT. An
den vorangegangenen Kongressen in Madrid und Ourense habe ich als
Vertreter des "Freundeskreis der Jakobswege in Deutschland" dort über
die Jakobswege in Norddeutschland berichtet und Vorschläge für
Transeuropäischen Wegen durch unsere Region in Deutschland vorgelegt,
da unsere Wege die Brücken
zu den Pilgerwegen Skandinaviens, Polens und der baltischen Länder
sind. Die norddeutschen Wege gehören schon seit Jahren zum "Spanischen Verband der Freundeskreise des Jakobswegs" (www.caminosantiago.eu). In Ourense wurde die "Europäischen Förderation der Vereine der Freunde des Jakobsweges" (www.caminoeuropacmpostela.eu) ausgerufen, die
inzwischen 27 Verbände in 21 Länder umfasst. Hierzu gehören z.B. Dänemark, Polen und Litauen deren Wege eine durchgehende Verbindung über Deutschland nach Santiago de Compostela benötigen.
Teil
2:: Deutschlands Wege nach Europa (Rückblick)
Kurz
nach der Gründung der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft (DSJG) im Februar 1987
findet im März in Köln ein erstes Treffen der europäischen Jakobusvereinigungen
statt.
Am
23.10.1987 erfolgt in Santiago de Compostela durch den Europarat die feierliche
Erklärung der Wege der Jakobspilger zum „Ersten europäischen Kulturwegenetz „(Primer Itenario Cultural Europe - https://www.jakobswege-norddeutschland.de/europarat.pdf)
Die
Wiederbelebung der Wege in Deutschland steht zu diesem Zeitpunkt noch am
Anfang.
Erst
in den 90er Jahren entstehen in Deutschland nach und nach regionale
Jakobusvereinigungen und mit ihnen die Entwicklung von Wegprojekten. 1998
veröffentlich die DSJG im Sternenweg 22 eine erste detaillierte Übersicht über
abgeschlossene und geplante Wegprojekte in Deutschland.
2010
wird in Würzburg die „Arbeitsgemeinschaft deutscher Jakobus-Vereinigungen
(AGdJV)" als losen Zusammenschluss der aktiven Jakobus-Vereinigungen in
Deutschland gegründet.. Im Vorwort der Broschüre Jakobus-Vereinigungen in Deutschland AGdJV von 2011 heißt es:
„In 2008 trafen sich in
Würzburg auf Einladung von Norbert Scheiwe und Robert Plötz die Präsidenten
einiger deutschen Jakobus-Vereinigungen, weil sie dringend die Notwendigkeit
einer nationalen Zusammenarbeit sahen, die durch ein gemeinsames Ziel
gerechtfertigt schien: die Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela und deren
Wege quer durch Europa dorthin. Weiter heißt es:
inzwischen ist „Deutschland „zentrale Durchgangsstation“ für europäische Wege
aus Nord und Ost in Richtung Santiago mit einem eigenen noch wachsenden
ausgebauten Wegenetz und Strukturen zur Beratung und Beherbergung von Pilgern.Mögen auch die Ziele und die
Wunschvorstellungen der einzelnen Vereinigungen unterschiedlicher Natur sein
und mögen auch die finanziellen Möglichkeiten beträchtlich schwanken, eines ist
jedenfalls allen Jakobus-Vereinigungen gemeinsam: der ehrliche Wille für die
Vision eines einst kulturell geeinigten Europa einzustehen“
Robert Plötz Joachim Rühl Norbert
Scheiwe
Im
Mai 2025 wird der „Verband der Jakobus-Vereinigungen in Deutschland gegründet.
Er ist aus der ehemaligen „Arbeitsgemeinschaft deutscher Jakobus-Vereinigungen
(AGdJV) hervor gegangen.
Der
Verband sieht als wichtige Aufgaben die gemeinsame Abstimmung überregionaler
Entwicklungen der Jakobuswege in Deutschland und in Europa und die gemeinsame
Information über die Aktivitäten der Mitglieder an Kirchentagen und Messen.
Darüber hinaus übernimmt er das politische Lobbying für den Pilgergedanken in
Gesellschaft und Politik Der
neue Verband strebt eine Mitgliedschaft bei Camino Europa Compostela an
(Michael Thein, Präsident der Fränkischen St. Jakobus-Gesellschaft).
Teil
3: Deutschland als „zentrale Durchgangsstation“ für die Wege aus Nord- und Osteuropa:
Für
die Jakobspilger in Nord- und Osteuropa wie auch in den nachfolgenden
Ländern, die ihre Pilgerreise nach Santiago de Compostela vor der
„Haustür“ beginnen möchten,
bietet sich hier die Möglichkeit, seinen Weg individuell
zusammenzustellen oder einem von 7 Routenvorschlägen zu folgen
a. Jakobswege in Europa (www.jakobswege-europa.de) Die Karte
zeigt das weitverzweigte Netz der Jakobswege durch Europa, wie sie heute wieder
nach Santiago de Compostela führen. An jedem der grünen
Punkte gibt es Wegalternativen. Die roten
Linien sind jeweils die kürzesten
Wegstrecken nach Santiago. Die blauen
Linien sind alternative Routen, die den
Weg zwar verlängern, aber dafür andere interessante Stationen und Landschaften
berühren. So kann sich jeder Pilger seine persönliche
Route aussuchen und die Weglänge dafür ermitteln.
Entfernung
nach Santiago (auf dem kürzesten und den alternativen Wegen) zu erhalten.
Klicken Sie auf eines der roten
Sternchen, um Näheres über diesen Weg zu erfahren. Neben einer Kurzbeschreibung
finden Sie den genauen Wegverlauf, ausführliche Ortstabellen, GPS-Tracks,
Hinweise auf Pilgerführer und Links zu weiterführenden Seiten. Die Orts- und Weg-Infos
können Sie auch über die nachfolgenden Tabellen aufrufen.
b. Jakobswege in Deutschland (www.jakobsweg.de)
Die Karte wurde von der Fränkischen St. Jakobus-Gesellschaft für die Arbeitsgemeinschaft deutscher Jakobus-Vereinigungen (AGdJV) enwickelt. Dort werden ebenfalls die einzelnen Wege mit Übersichtskarten beschrieben. Hier sind auch die Grenzorte zu den aud dem Norden und Osten kommenden Wege ersichtlicht.
c. Community Camino Europe (www.camino-europe.eu)
"Die
historischen Jakobswege, welche zwischen 800 und 1500 nach Christus entstanden
sind, ergänzt um die neueren Zubringerwege, sind hier zu finden.
Diese
Wege führen alle nach Santiago de Compostela, dem historischen Endpunkt aller
Jakobswege.
Die
während der Reconquista entstanden Jakobswege in der Zeit von 830 bis 1500 nach
Christus wurden etwa ab 1900 durch Zubringerwege ergänzt. So erreichen die
Pilgernden über gut dokumentierte und markierte Wege, in der Regel abseits der
stark befahrenen Straßen, ihr Ziel direkt vor der Kathedrale von Santiago de
Compostela. Auf solchen Wegen, abseits von Hektik und Verkehrsstau, ist das
selbständige Reisen nach wie vor ein ganz besonderes Erlebnis.
Ein
Produkt des Leader-Projektes "Europäische Jakobswege"
Die
von Projektgruppen aus Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien,
Ungarn, dem Südtirol und der Schweiz erstellte Webseite wird bei Bedarf
aktualisiert, ergänzt und erweitert".
d. Transeuropäische Routen (Vorschläge)
Route 1:
von Trondheim/Norwegen (durch 5 Länder), Route 2: von Vadstena/Schweden (durch 5 Länder), Route 3:
von Kretinga/Litauen (durch 6 Länder) Route 4:
von Tallin/Estland (durch 9 Länder) Route 5:
von Giurgiu /Rumänien (durch 6 Länder) Route 6:
von Ljubljana/Slowenien (durch 4 Länder) Route 7:
von Medyka/Polen (durch 4 Länder) Mehr
Informationen:www.jakobswege-norddeutschland.de / info@jakobswege-norddeutschland